gyromaus.de - Motorrad der Lüfte

Besuch bei Mark

Wir haben vor einiger Zeit eine Einladung von Mark zu seiner Brotparty an Pfingsten bekommen. Mark wohnt am westlichsten Zipfel von Deutschland in Heinsberg (bei Aachen) und wir wollten ihm den Besuch gerne auf dem Luftweg abstatten. Ganz in der Nähe seines Wohnortes ist der kleine UL-Flugplatz "Heinsberg-Aphoven" mit einer 280m langen Piste. Der Platz ist sehr hübsch mit einem Vereinsheim, einer Terrasse und zwei großen Hangars. Dank der netten Kontaktaufnahme mit Eric war für uns der Hangarplatz gesichert und soweit alles geregelt. Der Flug dorthin mit 310 km lief problemlos, einen Tankstop mussten wir nicht einlegen. Die Landschaft auf dem Weg ist so abwechslungsreich, dass die drei Stunden Flugzeit sehr kurzweilig waren.

Mark hat sich einen Steinbackofen im Garten aufgebaut. Als Bäckermeister versteht er sein Handwerk und hat schon einige Leckereien gezaubert. Nun musste der Ofen aber natürlich noch eingeweiht werden und es kamen dafür viele Gäste mit knurrendem Magen. Es war eine klasse Gartenparty unter strahlend blauem Himmel!

Vor unserem Rückflug haben wir ganz spontan noch eine kleine Ehrenrunde für Mark gedreht. Er wollte sehr gerne einmal mitfliegen, den Wunsch konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Für eine kleine Runde zum nahegelegenen Wohnhaus war auf jeden Fall noch Zeit und wir haben seitdem einen Tragschrauber-Begeisterten mehr unter uns :-)) Hier ist ein kleines Video vom Start in Heinsberg.

Für den Rückflug mussten wir unseren Spritvorrat gut kalkulieren. Die Piste in Heinsberg war uns mit vollen Tanks und etwas Gepäck dabei zu riskant, daher sind wir nur mit 40 Litern losgeflogen. Machte aber gar nichts, denn es sollte ein traumhaft sonniger Tag werden und aus dem Grund wollten wir ohnehin nicht schnell nach Hause. Auf dem Hinweg gab es noch viele Highlights zu bestaunen, mit Sonnenschein sieht natürlich alles noch schöner aus. Der riesige Braunkohletagebau bei Erkelenz zum Beispiel oder der Flug über den Rhein vor den Toren von Düsseldorf.

Die Zwischenlandung zum Tanken und Essen haben wir in Meschede-Schüren eingelegt. Den Platz haben wir vor zwei Jahren schon einmal besucht. Die haben zwar den teuren Avgas-Sprit aber es ist ein sehr schöner Platz mit einem netten und persönlichen Service. Essen kann man in einer liebevoll nachgebauten Flugzeugkabine. Das Sauerland ist einfach wunderschön von oben!

Es war mal wieder eine unvergessliche Tour und wir möchten uns noch einmal ausdrücklich bei Eric und seinen Vereinskollegen vom Flugplatz Heinsberg-Aphoven für die nette Gastfreundschaft bedanken!

Treffen mit Freunden

Trotz der Eisheiligen versprachen die Meteorologen für dieses Wochenende sommerliche Temperaturen. Wir entschieden uns für Borkenberge (EDLB), ein schöner und betriebsamer Flugplatz in der Nähe von Haltern am See. Wir kannten den Platz vom letzten Jahr, wo wir mit dem "Follow me Smart" unterwegs waren. Ganz spontan haben wir uns mit Freunden verabredet, die aus Iserlohn nach Haltern gekommen sind. Und mit App2drive am Platz waren wir passend zum Wetter mit dem bekannten Fiat500 Cabrio unterwegs. Es war ein toller Maitag, den wir gemeinsam sehr genossen haben.

Mosel im Mai

Sagenhaft dieses Wetter, erneut Sonnenschein in ganz Deutschland für mehrere Tage! Also sind wir wieder los, dieses Mal aber nur für eine Nacht. Unser Ziel für diesen Kurztrip hieß Koblenz. Der Verkehrslandesplatz Koblenz-Winningen (EDRK) ist sehr professionell. Lange Asphaltpiste, etliche große Hallen und ausschließlich hauptberufliches Personal im Turm. Der Anflug auf die Piste 06 (Nordplatzrunde) ist eine Wucht! Über der Mosel ging es hinweg über die Weinberge mit Blick auf Koblenz. Der Wind war glücklicherweise nur mäßig, denn der Anflug ist nicht ganz ohne Tücken. Toll liegt der Platz oberhalb der Mosel und der Stadt!

Da wir schon morgens losgeflogen sind (mit Tankstopp in Marburg-Schönstadt), waren wir zum Mittagessen in Koblenz. Nach einer Stärkung in dem guten Restaurant am Platz sind wir nochmal los für eine lokale Runde. Koblenz von oben ist wirklich wunderschön! Die Festung Ehrenbreitstein, das Deutsche Eck und das Schloss Koblenz sind nur drei von etlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber das sind die auffälligsten! Der Zusammenfluß von Rhein und Mosel ist farblich nicht ganz so markant wie in Passau die Vereinigung von Donau und Inn, aber dennoch ein absoluter Blickfang.

Dann ging es weiter am Rhein entlang bis zur Loreley. Einfach geil, dem Flussverlauf zu folgen und die schöne Landschaft auf sich wirken zu lassen. Mit dem Zählen der Burgen haben wir irgendwann aufgehört, es sind einfach zu viele. Die Loreley hat uns an eine schöne Motorradtour erinnert (Löwenzahntour), bei der wir auf zwei Rädern dort waren und die tolle Gegend erkundeten.

Nach dem Loreleyfelsen haben wir den Rhein verlassen und sind quer rüber zur Mosel. Cochem mit der oberhalb befindlichen Reichsburg war unser nächstes Zwischenziel auf diesem Rundflug. Man kann die vielen Eindrücke gar nicht so schnell verarbeiten und schon gar nicht mit der Kamera einfangen; es ist einfach alles idyllisch und sehr sehenswert!

Rheinaufwärts, entlang der Weinberge, Schleusen und der unzähligen Schiffe ist uns die Burg Eltz fast entgangen. Unscheinbar fernab von der Mosel gelegen, thront sie majestetisch in einem Tal. Wir folgen weiter dem spannenden Flußauf der Mosel und sind leider viel zu schnell wieder an unserem Ausgangspunkt. Wir wären gerne noch ein paar Tage länger geblieben, bieten die vielen kleinen Städtchen an Mosel und Rhein doch noch eine Menge Sehenswertes. Das ist auf jeden Fall ein Grund wiederzukommen, und dann auch wieder auf den Flugplatz Koblenz-Winningen, auf dem wir sehr nett begrüßt und betreut wurden.

Am nächsten Tag führte uns der Heimweg über den kleinen Flugplatz Hünsborn bei Siegen. Familienbesuch stand auf dem Plan. Roger hat mit seiner Nichte einen kleinen Rundflug unternommen und damit für begeisterte Stimmung gesorgt. Anschließend sind wir noch gemeinsam Essen gegangen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben.

Wir waren in den zwei Tagen etwa neun Stunden in der Luft und haben wieder etliche Kilometer schönes Deutschland bereist. Nach so einem Ausflug sind wir übrigens auch immer ein Weilchen dabei, unser Flugbuch zu schreiben. Denn es kommen doch einige Starts und Landungen zusammen. Interessant sieht auch die Route unseres Tagesausflugs an Mosel und Rhein auf der Karte aus.

Wochenendtour in die Oberpfalz

Erst kommt der Frühling nicht richtig in Schwung und dann auf einmal: Sommerwetter in ganz Deutschland.

Ein stabiles Hochdruckgebiet für einige Tage muss man unbedingt ausnutzen! Wir hatten im Winter eine Reportage über einen kleinen UL-Platz in Bayern im Fernsehen gesehen, in der ein Flugschüler mit der Kamera begleitet wurde. Danach stand unser Entschluss fest, dass wir den Platz besuchen möchten.

Die Gesamtstrecke mit knapp 380 km wäre vielleicht mit einer Tankfüllung zu schaffen gewesen, wir gingen jedoch lieber auf Nummer sicher und haben auf dem Hinweg in Weimar getankt. Ankunft in Nittenau-Bruck (bei Regensburg) war wie geplant um 18 Uhr nach dreieinhalb Flugstunden.

Wir haben nicht schlecht gestaunt über den Flugplatz! 600m Asphaltpiste, weitläufige Hallenanlagen, das Hauptgebäude mit Aufenthalts- und Schulungsräumen, zwei Gästezimmer, ein kleiner Pool sowie eine Tankstelle und alles topmodern. Es ist richtig viel Betrieb auf dem Platz, nicht zuletzt auch durch die dort ansässige Flugschule von Anton Moll.

Ganz in der Nähe haben wir ein Zimmer in einem Gasthof bekommen. Gutbürgerlich mit hübschen Zimmern und einem gemütlichen Biergarten im Hof. Für den Ausflug am Samstag haben wir viele Tipps bekommen, es gibt wahrlich eine Menge zu sehen in der Gegend. Wir entschieden uns für einen gemütlichen Tag mit Besuch von zwei Flugplätzen. Zunächst sind wir nach Arnbruck (EDNB) im Bayrischen Wald geflogen. Der Anflug war spannend: ein ellenlanger Gegenanflug zur Piste 34 über den Wald hinweg. Bayrische Gemütlichkeit am Flugplatz, richtig urig. Ein netter Herr fuhr uns dann hoch in den Ort zum Glasdorf.

Dort gibt es alles Erdenkliche aus Glas…Dinge für den Garten, für die Wohnung oder als Mitbringsel. Sehr sehenswert, weil die ganze Anlage wirklich hübsch wie ein eigenes Dorf im Ort sehr liebevoll aufgebaut ist. Aus verschiedenen Perspektiven kann man sich die Parkanlage ansehen und natürlich auch gastronomisch verwöhnt werden.

Weiterflug dann am frühen Nachmittag Richtung Passau. Wir kannten die Stadt von unserem Motorradurlaub 2012 im Bayrischen Wald. Vom Boden aus betrachtet ist es ja schon eine schöne Stadt…aber aus der Luft erst recht! Wahnsinn, man kann wunderbar den Zusammenfluss von Donau und Inn sehen. Grandios! Dann ging es der Donau entlang wieder Richtung Norden nach Vilshofen.

Vilshofen (EDMV) ist uns schon im Flymap bei der Suche nach einem hübschen Platz aufgefallen. Denn laut Karte scheint es, als liege der Platz in der Donau. So in der Art sah es dann auch aus: der Landeanflug ging über das Wasser und knapp über eine Brücke hinweg auf die Piste 12 unmittelbar neben der Donau. So etwas Schönes haben wir noch nie gesehen! Wir hätten etwa zehn Meter von unserem Tragschrauber-Halteplatz die Füße ins Wasser halten können, einfach geil! Auf der anderen Seite fußläufig entfernt die Stadt Vilshofen. Da die Tageszeit aber schon etwas vorangeschritten war, sind wir am Platz geblieben und haben das tolle Restaurant dort ausprobiert. Nächstes Mal werden wir uns auch die Stadt ansehen, damit sich die krassen Landegebühren von 10,50 € (!) auch lohnen.

Es ging im Tiefflug weiter an der Donau entlang, die Landschaft ist wirklich atemberaubend schön! Mit dem Tragschrauber lässt sich diese Art des Spazierflugs einfach am besten machen. Wenn man das auf den Autoverkehr überträgt waren wir dort die klassischen "Sonntagsfahrer".

Kurz vor Regensburg staunten wir über einen riesigen "Tempel", der auf einmal am Donauufer auftauchte. Wir haben so etwas Monumentales noch nie gesehen. Das ist die Gedenkstätte "Walhalla". Vielen Leuten wahrscheinlich ein Begriff, für uns Kulturbanausen war es neu. Kurz darauf erreichten wir Regensburg und waren wieder überwältigt von den Eindrücken. Toll, wie die Stadt an der Donau liegt und diese mit ins Stadtbild aufnimmt!

Schade, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist. Es war unbeschreiblich schön, von den Eindrücken werden wir noch lange träumen. Und ganz klar ist: wir kommen definitiv wieder! Der Flugplatz Nittenau-Bruck hat uns sehr gut gefallen und ist nicht nur durch die vielen Tragschrauber und Dreiachser lebendig, sondern vor allem durch seine Betreiber. Gabi, Anton & Co. haben richtig was aus dem Platz gemacht und uns sehr herzlich willkommen geheißen. Dafür danken wir und freuen uns auf den nächsten Besuch!

Apriltour nach Hamm (EDLH)

Nach unserem Urlaub waren wir natürlich wieder "heiß" aufs Fliegen und hatten auf schönes Wetter gehofft. Leider hatten wir nicht viel Glück, es war nicht wirklich schön zum Fliegen. Die Sonne kämpfte sich zwar immer mehr durch die Wolken, aber der Dunst blieb den ganzen Tag über und erlaubte keine gute Fernsicht. Mit dem Flugplatz Hamm lernten wir erstmals nach inzwischen 51 Flugplätzen einen Türmer kennen, der ziemlich unwirsch seien Dienst versah. Vielleicht lag es daran, dass wir mit dem komplizierten Tankvorgang zunächst nicht zurecht kamen und er wenig Lust hatte, uns das zu erklären. Schade. Nächstes Mal wissen wir natürlich besser Bescheid, wenn es dort für uns überhaupt ein nächstes Mal gibt. Immerhin schmeckte das Essen in dem Restaurant am Platz.

Sonntagsausflug im Spätwinter

Für dieses Wochenende sollte es mal keinen Sturm, Schneefall, Regen oder Dauerfrost geben. Nur ein bisschen wolkiger Himmel, etwa 10 Grad und vielleicht ein paar Sonnenstrahlen. Da wir nicht wissen, wann es endlich Frühling wird, haben wir diesen Hauch von gutem Wetter ausgenutzt.

Wir sind aufgrund der niedrigen Temperaturen erst spät los und wollten eigentlich nur nach Höxter. Die Strecke war uns aber dann doch zu kurz und so haben wir uns für Magdeburg (EDBM) entschieden. Laut Wetter-App sollte dort die Sonne scheinen. Das war dann auch so und wir konnten uns in dem schönen italienischen Restaurant aufwärmen und einigermaßen lecker essen. Was für ein Service: es kam extra einer vom Turm rausgefahren um die Landegebühren zu kassieren. Insgesamt war es ein schöner Ausflug, der allerdings von den niedrigen Temperaturen getrübt war. Wann kommt denn endlich der Frühling?

Frühlingsgefühle

Ach, was war das herrlich! Nach unzähligen Wochen miesen und kalten Wetters der erste Sonntag mit einer besseren Prognose und dann auch noch gleich üppigen Plustemperaturen. Fast unglaublich nach der langen Kälteperiode. Natürlich gibt es für so einen Tag nur ein Ziel: Flugplatz Hildesheim!!

Auf dem Platz wurden wir erst einmal begrüßt von zwei Osterlämmchen, die von Melli mit der Flasche groß gezogen werden. Sind die süüß! Neugierig und ohne Scheu liefen sie zwischen den Tragschraubern umher und nahmen alles in Augenschein. Das Wetter sollte Richtung Osten deutlich sonniger sein, daher hieß unser Ziel für heute Ballenstedt. Martin, zufällig zur gleichen Zeit am Platz, wollte uns spontan ein Stück begleiten. Während des Fluges entschieden wir uns für einen Abstecher zum Brocken, der lag teilweise unter einer dünnen Wolkendecke wie gemalt am Horizont. Man, war das ein grandioser Ausblick! Wir konnten uns gar nicht satt sehen und sind einige Male um den Gipfel geflogen. Einfach fantastisch!

Martin hatte während des Fluges entschieden, mit uns nach Ballenstedt zu fliegen. Die Entscheidung für unser Ziel war goldrichtig! Während hinter uns dickere Wolken aufzogen schien in Ballenstedt die Sonne und es war reger Flugbetrieb. Die Küchendamen haben den Ansturm bravorös gemeistert und uns drei Bauernfrühstücke gezaubert. Es war richtig schön, gemeinsam ne Runde zu plaudern.

Der Rückflug war mindestens ebenso grandios wie der Hinflug, denn wir haben gegenseitig ein paar schöne Fotos unserer Tragschrauber gemacht. Keiner hatte von sich selbst schon einmal ein Foto, somit gab es nach der Rückkehr eine Menge Bilder auszutauschen. Das war ein richtig cooles Erlebnis, parallel nebeneinander herzufliegen! Klasse Martin, immer gerne wieder :-)